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Die Gemeinde Oldendorf
Heimatregion

Die Gemeinde Oldendorf

hat etwas über 3000 Einwohner und kann als Grundzentrum eigentlich alles bieten, was man zum Leben so braucht.

Dazu gehören ein sehr guter und stark nachgefragter Einkaufsmarkt, eine Drogerie, Bäcker, Hofladen, Ärzte und Zahnärzte mit einer Apotheke, ein Landgasthof, ein Gesundheitszentrum mit Fitnessraum, Physiotherapie und ein Altenheim.

Im gewerblichen Bereich findet sich außerdem die Post mit einem Werbetechnik-Unternehmen; weitere Gewerbebetriebe gehören den Gewerken z.B. Elektro, Steinmetz, Zaunbau, Heizungs- und Sanitärbau, Dachdeckerei oder Gartenbau an. Ein Baumarkt mit Tankstelle, Kfz-Betriebe, Verarbeitung von Holz und Bauelementen, Blumengeschäfte oder Friseure bieten ihre Dienste an.

Die Kinderbetreuung wird gewährleistet durch einen Kindergarten mit Öffnungszeiten von 7.00 Uhr bis 17.30 Uhr, eine Grundschule (verläßliche Grundschule mit Ganztagsbetreuung) und Oberschule (mit Ganztagsbetreuungsangebot); alle liegen in direkter Nachbarschaft und bieten in der Mensa auch Mittagessen an.

Mehrere Vereine bereichern das Alltagsleben, wie der Sportverein mit einem riesigen Flächenangebot für 3 Fußball- und 2 Faustballplätze, einer Tartanbahn mit z.B. Hoch- und Weitsprunganlagen, mehreren Tennisplätzen, ein Motorradclub, ein Sportanglerclub, ein großer Schützenverein, ein Faschingsclub, eine Genossenschaft, die eine Windanlage betreibt und eben der Kultur- und Heimatverein mit vielfältigen Angeboten.

Über allem thront die Oldendorfer St.-Martin-Kirche, ebenfalls mit vielfältigen Angeboten.

Die Natur um Oldendorf herum ist vielfältig, siehe oben (Sunde, Hohes Moor, Ostetal) und bietet deshalb viel Naherholungsmöglichkeiten. Im Rahmen eines großen Projektes sollen Sunde und das Hohe Moor durch Wander- und Radwege miteinander verbunden werden. Erlebnispfad Oldendorf

Sucht man Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr, gibt es Busverbindungen von Oldendorf z.B. nach Stade, wichtiger aber ist der Anschluss an den Bahnnahverkehr Richtung Stade, Buxtehude und Hamburg. Am Bahnhof Himmelpforten (5km) gibt es viele Parkplätze, der ehrenamtlich betriebene Bürgerbus verbindet u.a. Oldendorf mit dem Bahnhof in Himmelpforten.

Bis etwa 2028 -30 wird möglicherweise die Autobahn A22 fertiggestellt; sie bedeutet neue Anschlussmöglichkeiten Richtung Hamburg und in das weitere Autobahnnetz, sie verläuft in etwa 1km Entfernung vom westlichen Rand des Dorfes.

Oldendorf, lebens- und liebenswert

Die Gemeinde Oldendorf hat alles, was man zum Leben braucht:
Kindergarten, Grund- und Oberschule, Supermarkt, Ärzte und Zahnärzte, Kirche, Apotheke, Handwerksbetriebe, viele Vereine und eine Post sind vorhanden. Etwa 3.000 Menschen leben im Dorf, das auf einem Geestrücken (etwa 10m über NN) liegt und von besonderer Natur umgeben ist, die der Naherholung dient:

Das „Hohe Moor“ ist als Moor wiedervernässt worden, ist etwa 900 Hektar groß, steht unter Naturschutz und kann erwandert werden.
Im „Ostetal“ sind die Deiche teilweise zurückverlegt, so dass der Fluss mehr Raum hat und neue Lebensräume z.B. für Vögel entstanden sind. Hier kann man auf Fahrradtouren den Seeadler sehen.
Die „Sunder Seen“ sind mit den Wanderwegen eine Oase der Stille.

Altes Geestdorf

Oldendorf zeigt die typischen Merkmale eines alten Geestdorfes:
Es liegt am Rand eines Geestrückens, in den sich ein kleiner Bach eingeschnitten hat, den man für die Wasserversorgung brauchte. Die ältesten Bauernhöfe liegen zu beiden Seiten des Bachtales, der seine Quelle „auf der Kuhle“ hatte und in die „faule Riede“ mündete. Die höheren Geestflächen brauchte man für den trockenen Baugrund; ebenso waren Wiesenflächen wichtig.

Wie alt ist das „Alte Dorf“?
Oldendorf wird um 1100 n.Chr. erstmalig urkundlich erwähnt, ist aber wesentlich älter. So legt ein sächsischer Urnenfriedhof auf dem „Lögenfeld“ die Besiedlung im 3. und 4. Jahrhundert durch die Sachsen nahe. Ende des 8. Jahrhunderts erobert Karl der Große mit seinen Franken die Region und sichert das Gebiet zwischen Elbe und Weser gegen die Raubzüge der Wikinger. Dazu richtet er befestigte Königshöfe ein, wohl auch in Oldendorf. Flurnamen wie „Königsmoor“ und „Königsdamm“ erinnern an diesen Königshof, der auch eine Holzkirche und eine Militärkolonie hatte. Der erste Pfarrer, der in Oldendorf das Christentum predigte, war wohl ein fränkischer Militärgeistlicher.
Auch der Name der „St. Martins-Kirche“ weist auf fränkische Missionstradition hin.
Diese fränkische Militärkolonie wurde möglicherweise 792 von aufständischen Sachsen völlig zerstört.

Mittelpunktfunktion
Ende des 12. Jahrhunderts wurde das älteste Gebäude des heutigen Oldendorf errichtet, die „St. Martins-Kirche“, jetzt nicht mehr aus Holz, sondern als eine der wenigen romanischen Feldsteinkirchen.
Oldendorf war von altersher Mittelpunkt eines großen Kirchspiels: neben den heute auch zugehörigen Gemeinden waren Elm, Mittelsdorf, Hammah, Haddorf, Wiepenkathen, die Höfe Hohenwedel, Bockhorst, Hahle Teil dieses Kirchspiels, das Kirchspiel reichte also bis nach Stade; Oldendorf hatte eine kirchliche und politische Mittelpunktfunktion. Bis 1866 war Oldendorf Sitz eines Probstes bzw. eines Superintendenten.

Reformation und dreißigjähriger Krieg
Wenige Jahre nach 1538 kam die Reformation nach Oldendorf, aus Katholiken wurden evangelische Lutheraner, die Bibel wurde in den Dörfern ein Volksbuch.
Im dreißigjährigen Krieg wurde Oldendorf erstmalig 1627/28 getroffen: Die Menschen mussten Einquartierungen von Soldaten, Lebens- und Futtermittellieferungen, Kriegssteuern usw. ertragen. Die Lebensmittelpreise verdreifachten sich. Hofstellen wurden abgebrannt, die Kirche geplündert, die Pest trat auf.
„Solche Kriegszüge, vor allem die im Land umherstreifenden Reiter und Soldaten, die alles mitnehmen, Korn, Vieh und was sie konnten gebrauchen, stürzten Land und Leute in Angst und Schrecken und unsagbare Not.“

Ortsteile
Der Name des Ortsteils „Kaken“ hängt wahrscheinlich mit „Kaak“ zusammen, dem mittelalterlichen Schandpfahl. Hier wurden Verbrecher zur Schau gestellt, die von einem Oldendorfer Gericht verurteilt wurden. Kaken wird 1255 erstmalig urkundlich erwähnt.

In der Schwedenzeit belehnte die schwedische Königin Christine 1652 ihren späteren Generalleutnant Daniel von Arentschild mit dem Hof und der Wassermühle in Sunde.

1925 beginnt die „Deutsche Ödlandskultivierungsgesellschaft“ mit der Kultivierung der Heideflächen zwischen Hagenah und Oldendorf, 37 neue Siedlerstellen entstanden in Oldendorf-Siedlung.

Sexualität und Erziehung
Um 1890 schreibt der Hauptlehrer Martens in der Schulchronik über die Sonntage und einen schwachen Kirchenbesuch: „…, während der Abend teilweise ausgelassenen Lustbarkeiten und unschicklichen, ausschweifenden Zusammenkünften von jungen Leuten beiderlei Geschlechts dient“. Weiter beklagt er als Folge die hohe Zahl von unehelichen Geburten (47% der Geburten). Diese ziehen dann Ehen nach sich, die aber „leichtfertig und sündlich“ geschlossen wurden. Die Ehen werden in Oldendorf allerdings in Ehren gehalten, Ehescheidungen sind selten und wilde Ehen nur gerüchteweise bekannt. Die Kindererziehung leidet nach seiner Meinung „an Weichlichkeit und Nachgiebigkeit der Eltern“.
Und das Alles schon 1890!!

Erster Weltkrieg
Bis Ende 1915 sind über 200 Ehemänner und Söhne eingezogen, bis Mitte des 3. Kriegsjahres waren 17 Männer aus Oldendorf gefallen, auch beide Söhne von Lehrer Puvogel.

Wahnsinnspreise
Zwischen den beiden Weltkriegen machte sich in Oldendorf die Inflation bemerkbar, Lehrer Puvogel notiert folgenden Preise:
Im November 1922 kostet ein Anzug etwa 50.000 Mark, ein Pfund Schweinefleisch 700 Mark:
Im November 1923 kostet ein Pferd 500.000.000.000.000 Mark, ein Pfund Butter 2 Billionen Mark, 1 Liter Milch 180 Milliarden Mark! Die Folge war die Währungsreform.

Aber: Im Jahr 1922 kommt elektrisches Licht nach Oldendorf, zunächst nur in den Hauptort.

Zweiter Weltkrieg

Oldendorf wird nationalsozialistisch „regiert“; trotzdem gibt es keine Euphorie bei Kriegsausbruch. Die Luftangriffe auf Hamburg beunruhigen auch Oldendorf, Hamburger Familien mussten in Oldendorf untergebracht werden, ebenso wie viele Kriegsgefangene. Dazu kamen am Ende des Krieges die langen Trecks von Flüchtlingen aus dem Osten, die auch versorgt werden mussten.
72 Oldendorfer mussten die verbrecherische Politik dieser Zeit mit dem Leben bezahlen.

Ausblick

Es wird darum gehen, die Mittelpunktfunktion Oldendorfs als Grundzentrum weiter zu entwickeln und Oldendorf zum politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum auszubauen, so, wie es in Oldendorfs langer Geschichte häufig der Fall gewesen ist.

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